Leitfaden: Museen als gesundheitliche Ressource für Menschen mit Demenz

Ein Forschungsteam der Technischen Universität Dresden hat untersucht, welchen Einfluss Museumsbesuche auf die Gesundheit von Menschen mit Demenz haben können. Im Projekt „Erinnerungsreich – Museen als Medizin für Menschen mit Demenz“, das gemeinsam mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden umgesetzt wurde, zeigte sich ein klarer Nutzen: Museumsbesuche ermöglichen kulturelle Teilhabe zu geringen Kosten und wirken sich positiv auf Wohlbefinden und Orientierung aus.

Die Forschenden betonen, dass Museumsräume besondere Voraussetzungen bieten. Sie schaffen einen ruhigen, strukturierten Rahmen, in dem Menschen mit Demenz Impulse durch Kunst, Farben und Formen erhalten können. Dies fördert emotionale Stabilität, regt Erinnerungen an und erleichtert es vielen Teilnehmenden, sich auf neue Eindrücke einzulassen. Für Angehörige und begleitende Fachkräfte eröffnen solche Angebote zudem Möglichkeiten gemeinsamer Aktivität.

Auf Grundlage der Projektergebnisse hat die TU Dresden gemeinsam mit Kunstvermittelnden aus sächsischen Museen einen Leitfaden entwickelt. Er enthält konkrete Hinweise, wie Einrichtungen Museumsbesuche für Menschen mit Demenz vorbereiten und durchführen können. Die kostenlose Handreichung unterstützt kulturelle Institutionen dabei, barrierearme Angebote zu gestalten und Teilhabe von Menschen mit Demenz systematisch zu fördern.