Neue S3-Leitlinie GeriPAIN stärkt Schmerzmanagement bei älteren Menschen

Mit der Veröffentlichung der S3-Leitlinie „Schmerzmanagement bei geriatrischen Patientinnen und Patienten in allen Versorgungssettings“ (GeriPAIN) liegt erstmals eine nationale und internationale evidenzbasierte Orientierung für den Umgang mit Schmerzen im höheren Lebensalter vor. Die Leitlinie adressiert die besondere Herausforderung, Schmerzen bei älteren Menschen verlässlich zu erkennen und angemessen zu behandeln – unabhängig davon, ob sie in ambulanter, akutstationärer oder langzeitstationärer Versorgung leben.

Ein zentraler Fokus liegt auf der systematischen Schmerzerfassung, insbesondere auch bei Menschen mit Demenz, deren Schmerzäußerungen häufig unspezifisch sind oder nicht eindeutig verbalisiert werden können. Die Leitlinie betont daher die Bedeutung standardisierter Erhebungsinstrumente, regelmäßiger Medikamentenüberprüfungen sowie einer individuellen, situationsangemessenen Therapie.

Darüber hinaus hebt GeriPAIN die Notwendigkeit interprofessioneller Zusammenarbeit hervor. Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie weitere beteiligte Berufsgruppen sollen eng koordiniert zusammenarbeiten, um eine kontinuierliche und sichere Schmerzversorgung zu gewährleisten.

Gefördert wurde die Entwicklung der Leitlinie durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses. Erarbeitet wurde sie von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie in Kooperation mit der Deutschen Schmerzgesellschaft. Mit GeriPAIN steht damit ein verbindlicher Qualitätsrahmen zur Verfügung, der die Versorgung älterer Menschen nachhaltig verbessern soll.

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