Neue WHO-Leitlinie: Was Demenz wirklich vorbeugt – und was nicht

Wie lässt sich das persönliche Demenzrisiko senken? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Empfehlungen zur Demenzprävention aktualisiert und damit sieben Jahre nach der ersten Leitlinie von 2019 neue Erkenntnisse berücksichtigt.

Der Handlungsdruck bleibt groß: Nach aktuellen Schätzungen leben weltweit rund 57 Millionen Menschen mit Demenz. Umso wichtiger ist die Frage, welche Maßnahmen tatsächlich dazu beitragen können, das persönliche Risiko zu reduzieren.

Die aktualisierte Leitlinie betrachtet verschiedene beeinflussbare Risikofaktoren und zeigt auf, wo Prävention ansetzen kann. Dabei geht es nicht um eine einzelne Maßnahme, sondern um mehrere Bereiche, die über den gesamten Lebensverlauf eine Rolle spielen können.

Gleichzeitig ist eine differenzierte Betrachtung wichtig: Nicht jede häufig genannte Empfehlung zur Vorbeugung von Demenz ist gleichermaßen wissenschaftlich belegt. Die neue WHO-Leitlinie soll deshalb dabei helfen, zwischen gut untersuchten Maßnahmen und weniger gesicherten Annahmen zu unterscheiden.

Damit bietet sie eine aktuelle Orientierung für Menschen, die sich mit der eigenen Gesundheit und dem Thema Demenzprävention beschäftigen, ebenso wie für Fachkräfte und Entscheidungsträger. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Möglichkeiten tatsächlich bestehen, das Demenzrisiko zu beeinflussen – und wo die wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterhin Grenzen haben.