📌18. NiedersĂ€chsisches Gerontopsychiatrisches Symposium am 16. September 2026

Helfen ist eine der anspruchsvollsten Formen menschlicher Verantwortung. In der gerontopsychiatrischen Versorgung bedeutet es, Menschen in Phasen besonderer Verletzlichkeit zu begleiten, Orientierung zu geben, WĂŒrde zu schĂŒtzen und zugleich mit Strukturen zu arbeiten, die nicht selten selbst an Belastungsgrenzen geraten. Wo FĂŒrsorge dauerhaft gefordert ist, wird auch die mentale Gesundheit der Helfenden zu einer zentralen Voraussetzung guter Versorgung.

Das 18. NiedersĂ€chsische Gerontopsychiatrische Symposium widmet sich am Mittwoch, den 16. September 2026, in der Akademie des Sports in Hannover genau dieser Frage: Was geschieht, wenn professionelle Hilfe an ihre psychischen, moralischen und institutionellen Grenzen stĂ¶ĂŸt?

Das Programm vereint unter dem Leitthema â€žWenn Helfen an die Grenze geht: Mentale Gesundheit in der gerontopsychiatrischen Versorgung“ Perspektiven aus Wissenschaft, Pflege, Psychologie, Gesundheitsförderung und Versorgungspraxis. Die Themen reichen von Moral Distress und moralischen Verletzungen ĂŒber psychosoziale Belastungen professionell Pflegender bis hin zu Resilienzförderung, Mental Health First Aid und innovativen AnsĂ€tzen der UnterstĂŒtzung. Charakteristisch ist dabei die Verbindung unterschiedlicher WissensbestĂ€nde: empirische Forschung, professionelle Erfahrung und gesundheitspolitische Perspektiven treten miteinander in einen Dialog, der den komplexen Anforderungen gerontopsychiatrischer Versorgung angemessen ist.

Die Frage nach der mentalen Gesundheit von Helfenden berĂŒhrt letztlich grundlegende Aspekte der VersorgungsqualitĂ€t. Angesichts des demografischen Wandels, zunehmender FachkrĂ€fteengpĂ€sse und wachsender psychosozialer Anforderungen gewinnt sie weiter an Bedeutung. Das Symposium wird deshalb mit einer Standpunkten auf dem Podium mit Akteurinnen und Akteuren aus Versorgung und Politik belebt. Die Zukunft gerontopsychiatrischer Versorgung wird nicht allein von medizinischen oder organisatorischen Innovationen abhĂ€ngen, sondern ebenso von der FĂ€higkeit, jene Menschen zu stĂ€rken, die Verantwortung fĂŒr andere ĂŒbernehmen. Der fachliche Diskurs ĂŒber diese Voraussetzungen ist deshalb keine ergĂ€nzende Perspektive, sondern Teil einer zentralen Debatte ĂŒber die langfristige LeistungsfĂ€higkeit und HumanitĂ€t des Gesundheitswesens.

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